Deutschland im Ruhezustand

Lockdown auf Deutschlands Straßen. Die Covid-19-Pandemie sorgt für leere Straßen und gähnende Leere. Der verordnete Ruhezustand zeigt vielerorts ungewohnte Bilder. 

Einen solchen Zustand der Leere gab es auf Deutschlands Straßen bisher nur während des Ölpreisschock im Winter 1973: Wegen der sprunghaft gestiegenen Energiekosten verordnete die Regierung der Bundesrepublik an vier Sonntagen ein Fahrverbot, um Energie und Kosten zu sparen. Ausgenommen davon waren davon nur Taxis, Linienbusse, Polizeiwagen und Rettungsfahrzeuge. 

Viele, die das damals erlebt haben, erinnern sich jetzt an die politische Krise in den 70er Jahren. Die „Ölkrise“ von 1973 zeigte dem Wirtschaftswunderland Bundesrepublik Deutschland seine Abhängigkeit vom fossilen Erdöl. Die Förderländer konnten ihre Monopolstellung nutzen und so Druck auf die Empfängerländer ausüben.

Lockdown, wenig befahrene A27 zwischen Walsrode und Bremerhaven.
Lockdown, der verordnete Stillstand.

Ursache für die derzeitigen Lockdown ist eine weltweite Gesundheits-Pandemie. Aus Sorge vor Ansteckung und Ausbreitung von Covid-19  haben die Regierungen weltweit einen Stillstand verordnet. Die Folgen davon sind unübersehbar: Auf den Autobahnen erlebte ich nahezu autofreie Fahrbahnen – zumindest an den Wochenenden. Trotz frühlingshafter Temperaturen waren kaum Menschen unterwegs. Die aufgeräumten PKW-Parkplätze waren Menschenleer. Nur die funktionalen Bänke und Tische aus Stein und die großen grünen Abfallbehältern fielen ins Auge.

Leere Parkplätze entlang der Autobahn A7 zwischen Hannover und dem Walsroder Dreieck.
Aufgeräumt und Clean.

Die Corona-Krise mit den verordneten Kontaktsperren zwischen den Menschen und Homeoffice für Viele führten zu einer drastischen Abnahme des Straßenverkehrs.

Auf meinen Fahrten sind einzigartige Bilder entstanden, die so wohl so schnell nicht wiederholt werden können.

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