Jahrhundertsommer an den Oberharzer Teichen

Während des derzeitigen Jahrhundertsommers sind die Oberharzer Teich ein beliebter Treffpunkt zur Abkühlung. Nirgendwo sonst in Norddeutschland gibt es bezogen auf die Einwohnerzahl so viele „Freibäder“. Alle Teiche gehören zum Weltkulturerbe „Bergwerk Rammelsberg, Altstadt von Goslar und Oberharzer Wasserwirtschaft“. Die Teiche wurden während der aktiven Bergbauzeit von den Oberharzer Bergleuten als Speicherteiche gebaut, um mit dem Wasser die zahlreichen Wasserräder zu versorgen. Die dienten der Energiegewinnung, die Pumpen, die Fahrkünste oder das Erz aus den Gruben zu holen.

Aus heutiger Sicht waren die Bergleute auch geniale Landschaftsarchitekten, die die Landschaft des Oberharzes um viele Facetten reicher gemacht haben. Von ehemals 120 Teichen sind heuten noch 60 Teiche auf der Oberharzer Hochebene vorhanden. Fast alle Teiche können zum Baden genutzt werden, Fünf Teiche dienen der Trinkwasserversorgung.

 

Johann-Friedricher Teich
Hirschler Teich
Schwarzenbacher Teich
Pixhaier Teich
Pixhaier Teich
Bärenbrucher Teich

Mondfinsternis in Clausthal-Zellerfeld

Mondfinsternis: Vollmond und Mars

Nachdem zunächst eine Wolkenschicht den Südosten bedeckten, erschien zunächst der Mars und dann der noch schwache kupferrote Mond am Himmel. Von Clausthal-Zellerfeld ließen sich viele Menschen das seltene Naturschauspiel in dieser tropischen Sommernacht nicht entgehen.

Der vollständig verdeckte kupferrote Mond.
Links beginnt der Mond aus dem Erdschatten zu treten.

Neue Spionageausstellung im Brockenhaus eröffnet

Der NSA-Turm auf dem Wurmberg wird gesprengt.

Im Brockenmuseum ist nach fast zweijähriger Umbauzeit die Spionageausstellung eröffnet worden. Die Kölner Agentur 235 Media hat das Multimedia-Konzept entwickelt und dabei größtenteils auf meine historischen Fotos zurück gegriffen. Gleich am Eingang treten die Besucher durch mein historisches Mauerbild in den Ausstellungsraum. Neben historischen Dokumenten fällt dort der ehemalige Abhörturm der NSA auf dem Wurmberg (von mir am 18.9.1994 fotografiert). Mit der Öffnung der neu gestalteten Ausstellungsräume ist auch die Besucherplattform auf dem Brockenhaus wieder zugänglich. Der Besuch der Ausstellung lohnt sich: Schön ist, dass mit dem Turmfall auf dem Wurmberg auch die Abhördienste auf niedersächsischer Seite im Museum präsentiert werden.

Ausstellungseröffnung im Beisein von Prof. Dr. CLAUDIA DALBERT, Umwelministerin Sachsen-Anhalt, Nationalparkleiter Andreas Pusch, Oberbürgermeister Peter Gaffert und Christoph Lampert.

 

Bau der Trans-Adria-Pipeline durch Albanien

Bau der Trans-Adria-Pipeline

In Albanien wird nach dem Winter der Bau der Trans-Adria-Pipeline (TAP) fort gesetzt. Sie überquert dort die raue Bergwelt in fast 2000 Höhenmetern.

Bau der Trans-Adria-Pipeline
Neue Straße zum Bau der TAP.

Die TAP Erdgaspipeline führt von Kipoi an der türkisch-griechischen Grenze nach Italien und ist etwa 870 Kilometer lang. In Kipoi wird sie mit der Transanatolischen Pipline (TANAP) verbunden, die Erdgas aus Aserbaidschan heran führt.

Bergwelt oberhalb von Vithkuq, schnebedeckt ab 2000 Höhenmetern.

An dem 215 km langen Teilstück durch Albanien sind auch viele deutsche Firmen beteiligt.

Wilde Bergwelt in Albanien
Wilde Bergwelt in Albanien

Während unseres 16-tägigen Aufenthalts bin ich durch Zufall an der Baustelle in 2000 Metern Höhe gewesen. Durch den Bau musste auch die Infrastruktur in dieser bisher unzugänglichen Bergwelt wie Straßen, auf denen die Maschinen und Materialien transportiert werden, gebaut werden.

Neue Straße zum Bau der TAP, Trans-Adria-Pipeline durch die Bergwelt in Albanien
Neue Straße zum Bau der TAP – Trans-Adria-Pipeline

Nach dem kalten und harten Winter war im April der Schnee gerade erst geschmolzen, durch die steil stehende Sonne wird es dort sofort warm und eine faszinierende Pflanzenwelt explodiert förmlich.

Bayrischer Enzian, Gentiana bavarica, blühend.
Nach dem langen Winter explodieren die Pflanzen.
Nach dem langen Winter explodieren die Pflanzen.

Im Bildportal sind in den nächsten Tagen weitere Fotos aus Albanien zu finden:

https://djv-bildportal.de/webgate/frameset.html?site=offer/00007022.html

Jahrestag der Brockenöffnung am 3. Dezember 2017

Jahrestag der Brockenöffnung

Vor 28 Jahren, am 3. Dezember 1989 wurde bei einem Sternmarsch die Öffnung des Brockens erstritten. Am 3. Dezember wird jedes Jahr an diese eindrucksvolle Demonstration erinnert. Damals bin ich auch als Zeitzeuge dabei gewesen und habe den Tag im Auftrag des SPIEGELs dokumentiert. Traditionell verteilt der Brockenwirt (Christiane Steinhoff) an die Teilnehmer ein Fläschchen Schierker Feuerstein.

Brockenbenno (Benno Schmidt) erinnert an die Brockenöffnung vor 28 Jahren.

Unter den Wanderern war auch Dr. Oliver Junk, Präsident des Harzklub und Oberbürgermeister von Goslar. Dieser Tag wird vom Harzklub mit einer Sternwanderung zum Brocken begangen.
Brockenbenno, Benno Schmidt (rechts) errinnert an die Brockenöffnung vor 28 Jahren.
Vor 28 Jahren schien auf dem Brocken die Sonne bei guter Fernsicht bis zum Thüringer Wald.

Brockenöffnung am 3. Dezember 1989

Brockenöffnung

Nur noch wenige Tage, dann jährt sich die Brockenöffnung zum 28ten Mal. Ich dabei, als etwa 3000 Menschen vor dem verschlossenen Tor standen und die Toröffnung forderten. Viele hatten sich schon auf den Rückweg gemacht, weil sie nicht daran glaubten. Trotzdem wurde die Menschenmenge immer größer, so dass der zuständige Brockenkommandant das Tor gegen 12.45 Uhr öffnen ließ.

Das war ein Feiertag, für viele ein glücklicher Tag, den sie bis heute nicht vergessen haben. Es gibt nur wenige Tage im Leben, von denen man auch nach 28 Jahren noch genau weiss, was man damals gemacht hat. Für mich ist der 3. Dezember 1989 so ein Tag.

Der Tag ist auch der Beginn meines umfangreichsten Langzeitprojektes, an ich bis heute immer mal wieder arbeite. Das Brockenbuch zeigt die aktuelle Geschichte rund um Norddeutschlands höchsten Berg. Aber auch die Abhörberge auf niedersächsischer Seite kommen nicht zu kurz.

Wer es noch nicht hat, kann es hier versandkostenfrei bestellen.

Brockenmauer
Demonstranten haben die 3,60 Meter hohe Brockenmauer erobert.

9. November – Jahrestag des Mauerfalls

Zeitsprünge

Vor 28 Jahren ist in Berlin die Mauer gefallen. Im Harz öffnete sich der Zaun ab den 10. November. Damals bin ich in Duderstadt und Teistungen gewesen und habe fotografiert: Endlose Trabbi-Schlangen bewegten sich durch den Zaun aus der DDR hinaus in den Westen. Damit verbunden waren tausendfache Glücksgefühle oder einfach nur Staunen.

Einen Tag später bin ich dann bei Walkenried gewesen und habe die Zaunöffnung der Grenztruppen zwischen Walkenried und Ellrich dokumentiert, alles Momente, die ich bis heute bei mir präsent sind, obwohl das inzwischen 28 Jahre zurück liegt.

Ein Teil der Fotos sind im meinem Bildband „Zeitsprünge“ zu sehen, dass nur bei Blurb bestellt werden kann:

Zeitsprünge auf blurb.de

Scharfe Waffen bei Hochzeiten auf Kreta

In dem kleinen Bergdorf Plantanos im Süden Kretas habe ich den Beginn einer Hochzeit erlebt, zu der mehr als 1000 Gäste erwartet werden. Während der Hochzeit ist es Brauch, dass junge Männer mit scharfer Munition in die Luft schießen. Das geschieht mit allen erdenklichen Waffen, von der Pistole bis zum automatischen Schnellfeuergewehr. Offiziell ist das verboten, aber die Polizei kann dieses Treiben kaum verhinden.

In Griechenland gibt es mehr als 1,5 Mio nichtangemeldete Waffen, etwa die Hälfte werden auf der etwa 640.000 Einwohner zählende Insel Kreta vermutet. Bis heute soll es dort auch die Blutrache geben.

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