Juli 2026 – Zeitgeschichtliche Exkursionen in die ehemalige Rüstungsfabrik Werk Tanne bei Clausthal-Zellerfeld

Historisches Gebäude der Chemischen Fabrik Clausthal – Werk Tanne.

Im Juli 2026 gibt es weitere zeitgeschichtliche Exkursionen auf das Gelände der ehemaligen TNT Fabrik in Clausthal-Zellerfeld im Harz. Das mit vielen Mythen behaftete Gelände kann nur mit einer Führung betreten werden.

Die Chemische Fabrik Clausthal im Harz war während des zweiten Weltkriegs die fünft-größte TNT-Fabrik des Deutschen Reiches. Dort wurden von 1939 bis 1945 TNT hergestellt und in Bomben, Granaten und Minen verbaut. Aufgrund der Lage im Fichtenwald entstand schnell der Tarn- und Volkskundliche Name „Werk Tanne“.

Als kriegswichtiger Produktionsstandort haben amerikanische Bomber das Werk Tanne und seine Umgebung am 7. Oktober 1944 bombardiert. Bei diesem verheerenden Luftangriff vor 82 Jahren wurden mehr als 90 Menschen getötet und große Teile des Werkes zerstört. Das läßt erahnen, welche Bedeutung die Chemische Fabrik Clausthal für die Kriegsinfrastruktur hatte. Auch Jahrzehnte nach dem Ende des Krieges lag das Gelände lange im Verborgenen und durfte nicht betreten werden.

Gesprengte Gebäude
Chemische Fabrik Clausthal (Werk Tanne)), gesprengtes Gebäude Nr. 343 (Denitrierung).

Neben den Sanierungsmaßnahmen entwickelt sich der ehemalige Rüstungs-Altlasten-Sandort  zu einem Energieerzeugungs-Standort.

Zeitgeschichtliche Exkursion über die ehemalige TNT-Fabrik

Die Exkursion und Führung erfolgt durch Hansjörg Hörseljau. Er beschäftigt sich seit seiner Schulzeit mit der Geschichte des ehemaligen Werkes. In den 1980er Jahren hat er Zeitzeugen-Gespräche geführt, die ein wichtiger Bestandteil des heutigen Wissens über das Werk sind.

Auf dem Rundweg werden Hintergründe zur Entstehung der Chemischen Fabrik Clausthal, historische Gebäude, die Arbeitsbedingungen, die Boden-Belastung auf dem Gelände, Sanierungsmaßnahmen und vieles mehr gezeigt und erläutert.

Rundweg ca. 4 Kilometer, Dauer ca. 3 Stunden.

Termine: Sonntag, 12. Juli 2026, 10 Uhr;  Freitag, 17. Juli 15 Uhr oder nach Vereinbarung (ab 10 Personen). Weitere Termine folgen.

Kosten: 15 € pro Person, Schüler 10 €.

Nur mit vorheriger Anmeldung. Weitere Informationen und Anmeldung per email an hansjoerg@hoerseljau.de, telefonisch 0171/7456339 oder über Signal und WhatsApp.

Werk Tanne – Lebendige Führung auf den Spuren des zweiten Weltkriegs und dessen Folgen

Historisches Gebäude der Chemischen Fabrik Clausthal – Werk Tanne.

Die Chemische Fabrik Clausthal war während des zweiten Weltkriegs ein wichtiger Standort der Kriegsproduktion. In der fünft-größten TNT-Fabrik des Deutschen Reiches wurden von 1939 bis 1945 Bomben, Granaten und Minen hergestellt. Während des Krieges war der Standort geheim und unterlag der Verschwiegenheit.

Der Rüstungsstandort Werk Tanne führte vor 81 Jahren zu einem verheerenden amerikanischen Luftangriff, bei dem große Teile des Werkes zerstört wurden und mehr als 90 Menschen in Clausthal-Zellerfeld starben.  Das zeigt, welche Bedeutung auch die Infrastruktur für Kriege jeder Art hat.

Auch lange Zeit nach Kriegsende wurde wenig über  die TNT-Fabrik und dessen dunkle Vergangenheit gesprochen..

Für das mit TNT haltigen Rückständen belastete Oberflächenwasser des Geländes wurden 1995 erste Reinigungsbecken gebaut. Viele ehemalige Gebäude bzw. Gebäudereste mussten dafür weichen.

Neben den Sanierungsmaßnahmen entwickelt sich der ehemalige Rüstungs-Altlasten-Sandort  zu einem Energieerzeugungs-Standort.

Rüstungsaltlast Werk Tanne.

 

Auf dem geführten Rundgang über das Privatgelände werden die Geschichte des Werkes, die Arbeitsbedingungen, die Sanierungsmaßnahmen vieles mehr erläutert und gezeigt.

Die Führung erfolgt durch Hansjörg Hörseljau. Er beschäftigt sich seit seiner Schulzeit mit der Geschichte des ehemaligen Werkes. In den 1980er Jahren hat er Zeitzeugen-Gespräche geführt, die heute ein wichtiger Bestandteil des heutigen Wissen über das Werk sind.

Rundweg ca. 4 Kilometer, Dauer ca. 3 Stunden.

Termine: Samstag, 9. August 2025, 10.30 Uhr; Freitag, 22. August 2025, 14.30 Uhr oder nach Vereinbarung.
Kosten: 15 € pro Person.

Nur mit Anmeldung. Weitere Informationen und Anmeldung per email an hansjoerg@hoerseljau oder telefonisch 0171/7456339 (Signal und WhatsApp).

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