75 Jahre Kriegsende – die vergessenen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter im Harz

Clausthal-Zellerfeld, Harz. Am 8. Mai 2020 gedenken wir an das Kriegsende vor 75 Jahren. Am 11. November 1989 gipfeln die friedlichen Demonstrationen in der DDR und Jahre zuvor in Polen im Mauerfall. – In diesem Jahr, 30 Jahre später feiern wir 30 Jahre Wiedervereinigung in Deutschland. Mit der Wiedervereinigung endet die Nachkriegsordnung in Europa. Das gemeinsame Europa ist auch eine Lehre aus der Kleingeistigkeit des 2. Weltkrieges. Seit 75 Jahren erleben wir in Europa Frieden, seit 30 Jahren in ganz Europa Freiheit.

Erniedrigungen und Entbehrungen

Vieles aus diesen dunklen Zeiten wurde aufgearbeitet, menschlich wie wissenschaftlich. Vielfach vergessen wurden die zwangsverpflichteten Frauen und Männer, die „Fremdarbeiter“ und die Kriegsgefangenen, die in vielen Betrieben in der Harzregion arbeiten mussten. Ihnen wurde die Freiheit genommen. Sie wurden verschleppt, getäuscht und mit falschen Versprechungen „gelockt“.  In der Fremde wurden sie gezwungen, fehlende deutsche Arbeitskräfte zu ersetzen. Sie lebten in Unfreiheit, erlitten viele Erniedrigungen und Entbehrungen bis zum Tod.
Zwangsarbeiter und Zwangsverpflichtete im Oberharz

In Clausthal-Zellerfeld waren die meisten Zwangsverpflichteten und Zwangsarbeiter im Westharz eingesetzt. Sie mussten im damals größten Industriebetrieb der Region “Werk Tanne“ aber auch in vielen weiteren Rüstungsbetrieben, Baugewerken, Bergwerken oder Betrieben wie der Bleihütte schuften. Zwangsarbeiter und Zwangsverpflichtete waren auch beim Bau der Ecker- und Okertalsperre eingebunden.
Rüstungsindustrie als Hoffnungsträger

Mit der Schließung der meisten Gruben im Oberharz und der Nordharzer Hütten in den 1930er Jahren erzielten die Nationalsozialisten große Wahlerfolge. Die Arbeitslosigkeit war hoch und neue Rüstungsbetriebe galten für viele Menschen als Hoffnungsträger für die notleidende Region.

Bauboom im Oberharz

In den Bauphasen 1934 bis 1936 sowie 1938 des Werk Tanne waren in Clausthal-Zellerfeld viele Baubetriebe aus dem Oberharz und dem Umland eingebunden. Ein extra eingerichteter Pendelverkehr brachte die Handwerker und Bauarbeiter aus den Vorharzdörfern mit Werkbussen nach Clausthal, um das im Wald aus 214 Einzelgebäuden geplante Werk zu errichten.

An der Tannenhöhe und am Galgensberg entstanden 22 Doppel- und sieben Einzelhäuser für die leitenden Angestellten und Meister des Rüstungsbetriebes.Beiderseits der Breslauer Straße wurden mehrere Lager für etwa 1800 Arbeiterinnen und Arbeiter errichtet. Im Lager an der Bauhofstraße waren nach Zeugenaussagen bis zu 400 russische und belgische Frauen untergebracht. Im Zellerfelder Gemeindehaus wohnten weitere 50 russische Frauen. Im Bürgergarten Zellerfeld, dem heutigen Wolfs Hotel waren Menschen verschiedener Nationalitäten, im Schützenhaus Clausthal waren jugoslawische Zwangsarbeiterinnen untergebracht. Für die Bauleitung und weitere 300 Arbeiter befand sich ein Lager an den Pfauenteichen. Ein Teil der Lager waren Bereitschaftslager, ein anderer Teil bewachte Zwangsarbeiterlager. Ob die Aufzählung vollständig ist, kann heute nicht mehr Präzise recherchiert werden. Deutlich wird jedoch, dass Zwangsverpflichtete im gesamten Stadtgebiet von Clausthal-Zellerfeld in dieser Zeit zum Stadtbild gehörten. Umso unverständlicher ist, dass es bei meinen Recherchen in den 80er Jahren kaum möglich war, Zeitzeugen zu finden, die aus dieser Zeit erzählen wollten.

Rüstungsaltlasten, Chemische Fabrik Clausthal (Werk Tanne, Füllstelle).
Zwang und grauenhafte Arbeitsbedingungen

Im Werk Tanne waren 1944 etwa 1250 Männer und fast 930 Frauen beschäftigt. Davon weist die Statistik 590 weibliche Ostarbeiter und 256 männliche Ostarbeiter aus. In den Abfüllanlagen für Granaten und Minen arbeiteten vorwiegend Frauen. Dort herrschten auch die mit Abstand schlechtesten Arbeitsbedingungen im Werk. Aus Angst vor Funkenflug mit Maschinen wurden die Granaten und Minen meist mit nackten Händen befüllt. Arbeitssicherheit wie Handschuhe oder Mundschutz gab es nicht. Das TNT drang durch Haut und Lunge in den Körper ein. Das erste Vergiftungszeichen war die Pulverkrätze, es folgte eine Gelb- bis Rotfärbung der Haare und eine orangene Hautverfärbung. Das führte nicht selten zu Anämie, Leukämie, Leberschäden mit starker Gelbsucht sowie irreparable Lungenschäden. Weil auch die Werksleitung von den gesundheitlichen Gefahren wusste, wurden die Zwangsarbeiterinnen regelmäßig ausgetauscht. Ein Zeitzeuge, den ich 1983 befragt habe, erinnert sich: „Der Friedhof dort an den Pfauenteichen, gegenüber stand die Pumpe, zu der ich oft musste. Dort haben sie mir dann erzählt, dass sie gegenüber wieder einen ins Loch reingeschmissen haben. Wir haben ordentlich das Wasser platschen gehört. … Da waren auch Mädchen, die ein Kind geboren hatten oder kriegten. Man hat sie, Mutter und Kind in das gleiche Loch geworfen“.

Zeitzeuge Robert Hintreich und seine Frau Else Hinreich.
Russische Arbeitskräfte durften geschlagen werden

Der ehemalige Säuremeister Schmidt hat mir 1983 erzählt: „Die Franzosen mussten wir behandeln wie Deutsche, aber die Russen nicht. Die Russen konnten wir schlagen, das war genehm. Ich aber nicht“. An Lungentuberkulose, Kräfteverfall stirbt ab Ende 1942 fast jeden Monat mindestens eine Zwangsarbeiterin russischer Nationalität.

Säuremeister Schmidt im Werk Tanne (6.07.1983)
Hunger und Krankheit

Wie schlecht die russischen Zwangsarbeiter behandelt wurden, ist aus den Worten der Augenzeugin Else Hintreich ersichtlich: „Das ist ab 1943 gewesen. Wie die angekommen sind, dass vergeß ich auch nicht. In Kolonnen ins Werk rein. Auf der Hauptstraße hatten wir nur Vogelbeerbäume. Das war ein Sprung, da waren sie in den Vogelbeerbäumen hochgeklettert und holten sich die roten Beeren. Beeren und Hallimasche haben die vom Strunk gegessen, vor Hunger. Sie sind zum Teil verhungert oder krank geworden, weil sie keine ärztliche Betreuung hatten.

„Ich kann mich auch noch erinnern, dass man diesen Leuten nicht einmal eine faule Kartoffel hinwerfen durfte, ohne bestraft zu werden“, sagte der 77jährige Robert Hintreich 1982. Er war bis Kriegsende in der Energieversorgung des Werkes tätig.

Viele Firmen nutzten Zwangsarbeiter

Zwangsarbeiter wurden in vielen Firmen im Harz, bei der Bleihütte, bei der Forst, in der Munitionsfabrik Metallwerk Silberhütte in St. Andreasberg oder im Bergbau in Bad Grund eingesetzt. In dieser Zeit war es üblich, dass Menschen aus den eroberten Gebieten fern der Heimat Sklavenarbeit leisten mussten.

Ohne nennenswerten Widerstand besetzte das 26. US-Infanterieregiment in den Morgenstunden des 13. April 1945 die Bergstadt Clausthal-Zellerfeld.

Das große Explosionsunglück im Werk Tanne, bei dem mindestens 67 Menschen starben, oder die amerikanischen Bombenangriffe, bei denen viele Menschen ums Leben kamen, sind vielfach beschrieben worden.

Die vergessenen Zwangsarbeiterinnen

Das ganz normale und entbehrungsreiche Leben der Zwangsarbeiterinnen ist in Vergessenheit geraten. Auch 75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges gibt es keinen Ort, der an die menschlichen Schicksale erinnert. Am Russenfriedhof an den Pfauenteichen in unmittelbarer Nähe zum Werk Tanne ist endlich eine Gedenktafel in Vorbereitung.

Irrweg Rüstungsindustrie

Die kurze Zeit der Rüstungsindustrie hat der Harzregion großen Schaden zugefügt, die Umweltschäden sind bis heute allgegenwärtig.

Die Abwasser aus der ehemaligen Sprengstofffabrik belasten noch heute den Bereich um das Werksgelände und in Osterode.
 
Lesenswerte Literatur zum Thema:
Günther Hein/Claudia Küpper-Eichas
Montanregion Harz, Bd. 7, Rüstung als Weg aus der Krise? Arbeit und Wirtschaft im Oberharz in der Zeit des Nationalsozialismus, 2006, ISBN 3-937203-25-7
Jani Pietsch
Sprengstoff im Harz – Zur Normalität des Verbrechens: Zwangsarbeit in Clausthal-Zellerfeld
Edition Hentrich, Taschenbuch
ISBN: 3894682426 (antiqarisch)
Rüstungsindustrie in Südniedersachsen während der NS-Zeit. Schriftenreihe der Arbeitsgemeinschaft Südniedersäschsischer Heimatfreunde e.V.
Heimatfreunde, Arbeitsgemeinschaft Südniedersachsens e.V. (Hrsg.)
Mannheim, VMA Verlag Peter Wagener, 1993.
ISBN: 3910085059 (antiquarisch)
Braedt, Michael, Hörseljau, Hansjörg, Jacobs, Frank, Knolle, Friedhart:
Die Sprengstofffabrik „Tanne“ in Clausthal-Zellerfeld. Geschichte und Perspektive einer Harzer Rüstungsaltlast, 1998, ISBN: 9783897201248 (derzeit nur antiquarisch)

Als Zeitzeuge gefragt: Fotograf Hansjörg Hörseljau

Am 3. Dezember 1989 bin ich das erste Mal auf dem Brocken gewesen. Zwischen Ost- und Westdeutschland war die Mauer am 9. November gefallen. Die Grenze hatte ihren Schrecken verloren und war kein Hindernis mehr. Nur der Brocken war auch 3 Wochen nach dem Mauerfall noch Sperrgebiet.

So regte sich Widerstand: Harzer Wanderfreunde riefen zu einem Sternmarsch auf den Brocken und wollten das letzte Symbol der Unfreiheit stürmen. Ich hatte mich in Ilsenburg verabredet, um mich dem Demonstrationszug anzuschließen. Nach dem langen Aufstieg sammelten sich die Menschen vor dem Brockentor und demonstrierten. Als auf der Wetterstation ein Bettlaken mit „Mauer weg“ entrollt wurde, brach Jubel aus.

Großer Jubel brach aus, als auf der Wetterstation ein Bettlaken mit „Mauer weg“ entrollt wird.
Brockenöffnung um 12.47 Uhr

Um 12.47 Uhr erreichte die Menschenmenge die symbolträchtige Öffnung des Brockentors. Die Menschen liefen die letzten Meter bis zum Brockenplateau. Sie sangen, tanzten oder bestaunten einfach nur die Aussicht an diesem wunderbaren Tag. Der Sehnsuchtsberg ist seitdem für alle Menschen frei zugänglich. Für alle, die an diesem Tag dort oben gewesen sind, war es ein unvergeßlicher Tag.

Weil an diesem Tag auch das Zentralkomitee und das Politbüro der SED zurück getreten sind, war die Brockenöffnung damals in den Medien nur eine Randnotiz.

30 Jahre später – fast doppelt so alt wie damals – bin ich auf dem Brocken als Zeitzeuge gefragt gewesen. Bisher habe ich Menschen fotografiert, die interessant sind, etwas zu sagen haben oder spannende Geschichten erzählen. Am 3. Dezember 2019 war das umgekehrt.

Fernsehteam des NDR von Hallo Niedersachsen.
Gespräch mit Hansjörg Hörseljau im MDR

Ein schönes Gespräch über die historischen Ereignisse, meine Motivation und das Brockenbuch hatte ich mit MDR Moderatorin Beatrice Schwartner:

https://www.mdr.de/kultur/radio/ipg/sendung-496318.html

Der Brocken live im MDR

Ab 5 Uhr morgens hat der MDR live vom Brocken berichtet. Moderatorin Antonia Kaloff habe ich von meinem historischen Tag am 3. Dezember 1989 erzählt.

Gegen 10 Uhr war ich mit einem Fernsehteam von Hallo Niedersachsen an dem Ort auf Spurensuche, an dem sich 1989 die Menschenmenge versammelte, um für die Freigabe des Brocken zu demonstrieren.

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hallo_niedersachsen/Vor-30-Jahren-Der-Mauerfall-auf-dem-Brocken,hallonds55520.html

Der Beitrag steht deutlich unter dem Sparzwang, dem das öffentlich-rechtliche Fernsehen unterworfen ist. Ein Interview eines Fotografen mit Bildmaterial anderer zu bebildern ist kaum zu überbieten. Dabei schwindet leider auch die Qualität und Glaubwürdigkeit.

30 Jahre Brockenöffnung im „heute journal“

Gegen 14 Uhr war ich dann mit dem ZDF verabredet. Im „heute journal“ vom 3. Dezember ist ein schöner Beitrag zu 30 Jahre Mauerfall am Brocken von Annegret Oster zu sehen. Dort wurden auch 10 meiner historischen Bilder gezeigt.

https://www.zdf.de/nachrichten/heute-journal/30-jahre-mauerfall-am-brocken-100.html

Erinnerung

Erinnerung hinterläßt bei vielen Menschen Spuren. Manchmal verschwinden Details oder sie wird durch Dinge ergänzt, die objektiv nicht geschehen sind.

Meine Fotos, die ich am 3. Dezember 1989 oder später gemacht habe, bleiben so, wie ich sie damals fotografiert habe. Sie sind Dokumente der Zeitgeschichte. 

Vieles von dem, was ich fotografiert habe, ist inzwischen verschwunden. Einen schönen Querschnitt über alles, was seit den 70er Jahren rund um den Brocken passiert ist, befindet sich in meinem Brockenbuch „Der Brocken – ein freier Berg“.

Der Brocken ist ein Symbol der Freiheit.

 

Phoenix: Geheimnisvolle Orte – Der Brocken

https://www.phoenix.de/sendungen/dokumentationen/geheimnisvolle-orte-a-415767.html

Gleich vier Mal ist die Dokumentation „Geheimnisvolle Orte – Der Brocken“, Film von Michael Erler im Fernsehen zu sehen. Mit dabei bin ich als Protagonist in Bild und Ton und mit 34 historischen Fotos von von der Brockenöffnung, der Entwicklung auf dem Brocken oder von den Geheimdienstanlagen auf den Bergen in Niedersachsen. 

„Die friedliche Revolution von 1989 machte diesem Spuk ein Ende. Am 3. Dezember 1989 erzwangen hunderte Einwohner des Harzes die Öffnung der geheimen Anlagen. Unter ihnen war auch der Fotograf Hansjörg Hörseljau. Seit diesem Tag hat er die Veränderungen auf dem Brocken mit seinen Bildern begleitet. Den Abbau der Spionagetürme, das Verschwinden der Mauer und den Abzug der Russischen Soldaten. Heute ist der Brocken wieder ein freier Berg, der jährlich von hunderttausenden Touristen aus Deutschland und der ganzen Welt besucht wird.

Der Film „Geheimnisvolle Orte – Der Brocken“ erzählt die Geschichte dieses magischen Berges, dessen wahre Geheimnisse heute noch in der Natur und den unzugänglichen streng geschützten Wäldern des Nationalparks Harz verborgen sind.“

Drehtag auf dem Brocken, Versuch der Nachstellung des Brockengespenst mit Hansjörg Hörseljau und Ingo Nitschke auf dem Brocken.

Mehr Fotos mit ausführlichen Bildbeschreibungen finden sie in meinem Bildband „Der Brocken – ein freier Berg“.

Seit 45 Jahren ist Hansjörg Hörseljau Kenner und Chronist des Brockens. Schon als Schüler hatte er den Berg vor Augen: Damals ganz nah – aber unerreichbar. Die innerdeutsche Grenze durchtrennte den Harz. Hansjörg Hörseljau ist mit dem zweigeteilten Harz in Niedersachsen aufgewachsen. In den 70er Jahren erlebte er im Harz eine weltweit einzigartige Spionageaufrüstung auf den Harzer Bergen. Auch das hat er mit seiner Kamera festgehalten.

1989 überschlugen sich die Ereignisse: Als schon alle Mauern und Tore geöffnet waren, war der Brocken verschlossen, wie in den Jahrzehnten zuvor. Am 3. Dezember organisierten Harzer Bürger in der DDR einen Protest-Sternmarsch zum Brocken, in dessen Verlauf das Tor der Brockenmauer nach 28 Jahren geöffnet werden musste. Seitdem ist der Brocken frei und für alle Menschen zugänglich. Hansjörg Hörseljau war damals Zeitzeuge und Fotograf der historischen Ereignisse.

Bis zum Mauerfall 1989 hatte er den Brocken aus dem Westen fotografiert. „Ich wollte festhalten, was passierte, auch später, als die Russen vom Brocken abzogen, tausende Tonnen Schutt abgefahren wurden und der Brocken wie auch alle anderen Spionageberge ihr ursprüngliches Gesicht zurück bekamen.“ Der Bildband ist eine historische Dokumentation und ein Buch, dass die Schönheiten rundum Norddeutschlands höchsten Berg zeigt.

Brockenbuch, Titel
Der Brocken – ein freier Berg Buchtitel von Hansjörg Hörseljau

Postdigital – Zeitgleich – Zeitzeichen 2019

BBK Harz – Zeitgleich – Zeitzeichen 2019
Postdigital – von A nach B nach A ?

Ausstellungseröffnung am 26. September 2019, 18 Uhr.
Forum des Kreishaus Goslar, Klubgartenstraße 6

Seit kurzem bin ich Mitglied beim Bund Bildender Künstler, BBK Harz. In der Gruppenausstellung Im Kreishaus Goslar sind zum ersten Mal Fotos aus meinem Projekt Scenografie zu sehen.
Alle Künstler freuen sich über zahlreiche Besucher.

Rotes Ampelmännchen
Hansjörg Hörseljau — Scenografie: Rotes Ampelmännchen fährt Fahrrad.

Das Brockenbuch im WDR-Fernsehen

Moderator Marco Schreyl und Fahrradbloggerin Juliane Schumacher treffen sich mit dem Harzfotografen Hansjörg Hörseljau

Wunderschön!
Mit dem Fahrrad vom Brocken nach Bielefeld Unterwegs mit Marco Schreyl

Aktuell zu sehen in der Mediathek:
https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/wunderschoen/video-mit-dem-fahrrad-vom-brocken-nach-bielefeld-100.html

Auf dem Brocken trifft Moderator Marco Schreyl den Harzfotografen Hansjörg Hörseljau und packt das Brockenbuch in den legendären, roten WDR-Rucksack.

Das Brockenbuch im WDR
Marco Schreyl packt das Brockenbuch in den legendären Wunderschön-Rucksack.

Rauf zum Brocken – runter in die Erzgrube

Zum Start ein Abenteuer: 120 Meter über dem Abgrund der Rappbode-Talsperre sausen Marco Schreyl und Juliane Schumacher auf einer Doppel-Seilrutsche mit bis zu 85 km/h ins Tal. Der „Aufstieg“ auf den 1.141 Meter hohen Brocken ist ganz schön schweißtreibend. Die Aussicht entschädigt für alle Anstrengung.

Am zweiten Tag radeln die beiden über verwunschene Waldwege zur alten Erzgrube Dorothea bei Clausthal-Zellerfeld. In der Dorotheer Rösche, einem der uralten unterirdischen Wasserläufe im Harz, kommen sie teilweise nur kriechend voran.

Abenddämmerung an den Externsteinen

Am dritten Tag wartet auf Marco Schreyl und Juliane Schumacher in Bad Karlshafen an der Weser ein Boot. Denn die Barockstadt hat nach fast 100 Jahren wieder einen Hafen – mitten im historischen Ortskern.

Die Überraschung am vierten Tag ist das Kurstädtchen Nieheim mit seinen vielen Museen. Besonders das Sack- und das Käsemuseum haben es ihnen angetan. Und am Abend genießen sie die Dämmerung zwischen den sagenumwobenen Externsteinen.

Mit 1.300 Radlern ins Ziel nach Bielefeld

Im Freilichtmuseum Detmold lernen sie am fünften Tag, wie anstrengend es ist, eine Sense zu schwingen. Über den Werra-Radweg fahren sie dann ins schöne Herford. Vorbei geht es an zahlreichen „Engelhöfen“, alten Bauernhöfen mit geschnitzten Engeln über den Torbögen.

Am sechsten Tag schließen sich Marco Schreyl und Juliane Schumacher 1.300 anderen Fahrradverrückten der NRW Radtour 2019 an. Gemeinsam fahren sie zum Abschlusskonzert nach Bielefeld.

Es ist ein informativer, unterhaltsamer und sehenswerter Film geworden, den es lohnt, bis zum Ende anzuschauen.

„Der Brocken – ein freier Berg“ – Bildband von Hansjörg Hörseljau

Die Brockenmauer kippt

Mit einzigartigen Bildern dokumentiert das Brockenbuch die Zeitgeschichte und Schönheiten rund um Norddeutschlands höchsten Berg. Der Chronist und Harzfotograf Hansjörg Hörseljau nimmt den Betrachter mit auf eine spannende Zeitreise der Veränderungen der vergangenen Jahrzehnte. Er öffnet mit seiner Kamera Objekte, die für den normalen Brockenreisenden unzugänglich sind. Mit 192 Seiten und 178 Farbfotos ist ein informativer und einzigartiger Bildband entstanden.

Seit 45 Jahren ist Hansjörg Hörseljau Kenner und Chronist des Brockens. Schon als Schüler hatte er den Berg vor Augen: Damals ganz nah – aber unerreichbar. Die innerdeutsche Grenze durchtrennte den Harz. Hansjörg Hörseljau ist mit dem zweigeteilten Harz in Niedersachsen aufgewachsen. In den 70er Jahren erlebte er im Harz eine weltweit einzigartige Spionageaufrüstung auf den Harzer Bergen. Auch das hat er mit seiner Kamera festgehalten.

1989 überschlugen sich die Ereignisse: Als schon alle Mauern und Tore geöffnet waren, war der Brocken verschlossen, wie in den Jahrzehnten zuvor. Am 3. Dezember organisierten Harzer Bürger in der DDR einen Protest-Sternmarsch zum Brocken, in dessen Verlauf das Tor der Brockenmauer nach 28 Jahren geöffnet werden musste. Seitdem ist der Brocken frei und für alle Menschen zugänglich. Hansjörg Hörseljau war damals Zeitzeuge und Fotograf der historischen Ereignisse.

Bis zum Mauerfall 1989 hatte er den Brocken aus dem Westen fotografiert. „Ich wollte festhalten, was passierte, auch später, als die Russen vom Brocken abzogen, tausende Tonnen Schutt abgefahren wurden und der Brocken wie auch alle anderen Spionageberge ihr ursprüngliches Gesicht zurück bekamen.“ Der Bildband ist eine historische Dokumentation und ein Buch, dass die Schönheiten rundum Norddeutschlands höchsten Berg zeigt.

Bildband, 192 Seiten, 178 Farbfotos – ISBN 978-3-9803471-4-3.

Brockenbuch, Titel

WDR dreht „Wunderschön“ Sendung im Harz

Das Brockenbuch im "Wunderschön"-Rucksack.

Auf dem Brocken traf das Dreh-Team um Filmemacher Michael Wieseler sowie den Moderator Marco Schreyl und die Fahrradbloggerin Juliane Schumacher den Harzfotografen Hansjörg Hörseljau in der neuen Spionageausstellung auf dem Brocken. In den Reiserucksack, den die Zuschauer gewinnen können, wurde natürlich das Brockenbuch gepackt.

Unter www.brockenbuch.de können sie den Bildband von Hansjörg Hörseljau Versandkostenfrei bestellen.

Moderator Marco Schreyl und die Fahrradbloggerin Juliane Schumacher in Clausthal-Zellerfeld auf dem Wochenmarkt.

Neben verschiedenen Orten für das Drehteam am nächsten Tag auch in die Dorotheeer Rösche ein. Die Stollenanlage gehört zum UNESCO-WELTERBE BERGWERK RAMMELSBERG, ALTSTADT VON GOSLAR UND OBERHARZER WASSERWIRTSCHAFT.

Der WDR mit „Wunderschön“ im Oberharz. Das Dreh-Team um Filmemacher Michael Wieseler sowie Moderator Marco Schreyl und Fahrradbloggerin Juliane Schumacher fuhren in die Dorotheeer Rösche ein. Die Dorotheer Rösche gehört zum UNESCO-WELTERBE BERGWERK RAMMELSBERG, ALTSTADT VON GOSLAR UND OBERHARZER WASSERWIRTSCHAFT.

„Wunderschön“ – mit dem Rad vom Brocken nach Bielefeld ist am 1. September um 20.15 Uhr im WDR zu sehen.

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