ZDFinfo – Lost Places – Schicksalsorte der Deutschen Teilung

Im TV-Programm: ZDFinfo, 05.10.2019, 20:15 – 21:00 oder ab sofort Online

Mauer und Stacheldraht dominierten das Verhältnis beider deutscher Staaten in der öffentlichen Wahrnehmung. Der Film zeigt sieben andere Orte, an denen der Irrsinn der Teilung sichtbar wurde.

30 Jahre nach dem Mauerfall sind diese Plätze in Vergessenheit geraten – Lost Places. Noch immer geheimnisvoll und sehr geschichtsträchtig. Den Brocken, sagenumwobener Berg im Harz, durften in den Jahren der Teilung weder West- noch Ostdeutsche erklimmen.

Streng von einer zusätzlichen Mauer abgeschirmt, lag dort der höchste Horchposten Ostdeutschlands. Sowjetsoldaten und das Ministerium für Staatssicherheit hörten von hier aus Funksprüche und Telefonate bis an den Ärmelkanal ab. Erst mit dem Mauerfall endete die Zeit dieser geheimen Späher. Inzwischen ist der Brocken wieder ein begehrter Touristenmagnet, ein Museum erinnert an die Zeit der Teilung.

https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/lost-places-schicksalsorte-der-deutschen-teilung-102.html

In der Dokumentation anläßlich 30 Jahre Mauerfall bin ich im Interview und mit eingeblendeten Fotos zu sehen. 

Zwei Tage zuvor, am 3. Oktober um 11:30 Uhr – ZDF – sind ebenfalls einige meiner Fotos in der Doku Grenzgänger zu finden.

https://www.zdf.de/dokumentation/dokumentation-sonstige/grenzgaenger-106.html

Aus "Der Brocken – ein freier Berg"
Die Brockenmauer war schon vor 1989 brüchig.

Jahrestag der Brockenöffnung am 3. Dezember 2017

Jahrestag der Brockenöffnung

Vor 28 Jahren, am 3. Dezember 1989 wurde bei einem Sternmarsch die Öffnung des Brockens erstritten. Am 3. Dezember wird jedes Jahr an diese eindrucksvolle Demonstration erinnert. Damals bin ich auch als Zeitzeuge dabei gewesen und habe den Tag im Auftrag des SPIEGELs dokumentiert. Traditionell verteilt der Brockenwirt (Christiane Steinhoff) an die Teilnehmer ein Fläschchen Schierker Feuerstein.

Brockenbenno (Benno Schmidt) erinnert an die Brockenöffnung vor 28 Jahren.

Unter den Wanderern war auch Dr. Oliver Junk, Präsident des Harzklub und Oberbürgermeister von Goslar. Dieser Tag wird vom Harzklub mit einer Sternwanderung zum Brocken begangen.

Brockenbenno, Benno Schmidt (rechts) errinnert an die Brockenöffnung vor 28 Jahren.

Vor 28 Jahren schien auf dem Brocken die Sonne bei guter Fernsicht bis zum Thüringer Wald.

Brockenöffnung am 3. Dezember 1989

Brockenöffnung

Nur noch wenige Tage, dann jährt sich die Brockenöffnung zum 28ten Mal. Ich dabei, als etwa 3000 Menschen vor dem verschlossenen Tor standen und die Toröffnung forderten. Viele hatten sich schon auf den Rückweg gemacht, weil sie nicht daran glaubten. Trotzdem wurde die Menschenmenge immer größer, so dass der zuständige Brockenkommandant das Tor gegen 12.45 Uhr öffnen ließ.

Das war ein Feiertag, für viele ein glücklicher Tag, den sie bis heute nicht vergessen haben. Es gibt nur wenige Tage im Leben, von denen man auch nach 28 Jahren noch genau weiss, was man damals gemacht hat. Für mich ist der 3. Dezember 1989 so ein Tag.

Der Tag ist auch der Beginn meines umfangreichsten Langzeitprojektes, an ich bis heute immer mal wieder arbeite. Das Brockenbuch zeigt die aktuelle Geschichte rund um Norddeutschlands höchsten Berg. Aber auch die Abhörberge auf niedersächsischer Seite kommen nicht zu kurz.

Wer es noch nicht hat, kann es hier versandkostenfrei bestellen.

Brockenmauer
Demonstranten haben die 3,60 Meter hohe Brockenmauer erobert.

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